Schwerpunkte

In meiner psychotherapeutischen Arbeit sind all die Themen, die leiderzeugend und trotzdem kaum zu verstehen sind Schwerpunkte. Im Erkennen und Verstehen ist schon der erste Schritt getan, um den leiderzeugenden Kreislauf zu durchbrechen. Hierbei möchte ich Sie als Heilpraktiker für Psychotherapie begleiten.

Meine psychotherapeutische und beratende Tätigkeit in Bezug auf Hochsensibilität und Hochsensitivität

Viele Menschen wissen gar nicht, dass sie Hochsensible Personen sind und daher ist es gut, wenn dies erkannt werden kann, damit auch dieser wichtige Wesenszug seinen Raum bekommt. Ein speziell daran ausgerichtetes Konzept kann sehr viel bewirken und Ihnen einen Zugang zu diesem Thema und damit zu sich selbst zu verschaffen. Die Hochsensibilität und Hochsensitivität werden in meine beratende und therapeutische Arbeit von Anfang an miteinbezogen und Beachtung geschenkt. Hierfür eignen sich aus meiner Sicht hervorragend Methoden aus der Tiefenpsychologie, sofern diese in sanfter Weise auf die Hochsensibilität und Hochsensitivität abgestimmt sind. C.G. Jung (1875 – 1961), Begründer der analytischen Tiefenpsychologie, war auch einer der Ersten, der dieses Thema in Form seines Konzepts der Typologie bzw. der Introversion erkannt und sich ihm zugewendet hat. Dies ist jedoch mit der heutigen Auffassung von Hochsensibilität nicht gleichzusetzen. Zudem halte ich es für wichtig den Aspekt der Hochsensibilität zu berücksichtigen um therapeutisch optimal mit Ihnen arbeiten zu können.

Heilpraktiker Psychotherapie München - Hochsensibilität und Hochsensitivität - Jörg Mösenthin Heilpraktiker für Psychotherapie

Die Geschichte der Hochsensibilität

Der Begriff „highly sensitive person“, kurz HSP, auf Deutsch meist mit „hochsensible Person“ oder „hochsensitive Person“ übersetzt, wurde von der Psychologin Dr. Elaine Aron in ihren Veröffentlichungen geprägt. Das erste populärwissenschaftliche Buch von ihr, „The Higly Sensitive Person“, erschien im Jahr 1999.

Schon der Psychiater C. G. Jung (1875 – 1961) sowie der russische Mediziner Ivan Pawlow (1849 – 1936) haben sich zu ihrer Zeit mit Hochsensiblen beschäftigt und darüber publiziert. Diese Veröffentlichungen sind jedoch im Laufe der Jahrzehnte in Vergessenheit geraten. Erst viel später wurde das Thema von Dr. Samuel Pfeifer aus der Schweiz sowie von der Fr. Dr. Aron wieder aufgegriffen.

In dem letzten Jahrzehnt erhielt die Hochsensibilität mit ihren Stärken und Schwächen zunehmend Aufmerksamkeit von Forschern und Psychologen. Dadurch ist heute schon viel über die Zusammenhänge und Auswirkungen dieser Gabe bekannt. Trotzdem steht die wissenschaftliche Forschung in diesem Gebiet noch am Anfang. Daher sind trotz wachsender Informationsquellen viele betroffene Menschen leider noch im Unklaren über ihre speziell ausgeprägte Sensibilität und erfahren sie oft nicht als ein Merkmal, das viele positive Seiten enthält, sondern als Belastung oder gar als Störung (z.B. Überreizung, emotionale oder nervliche Instabilität, Schüchternheit, Rückzug, Unsicherheit, Stressanfälligkeit, psychische Schwierigkeiten, usw.).

Etwa 15 bis 20 Prozent der Menschen gelten als hochsensibel. Ihre Wahrnehmungsfähigkeit ist, wahrscheinlich auf Grund einer speziellen Veranlagung, überdurchschnittlich differenziert. Andererseits ist ihr Gehirn häufig nicht in der Lage, die dadurch entstehende Reizüberflutung adäquat zu verarbeiten. Bildhaft ausgedrückt fehlen dem hochsensiblen Menschen „Filter“ und eine stabile „Haut“, die vor zu vielen Einflüssen schützen. Solch „dünnhäutige“ Menschen können über ein reiches inneres Potenzial verfügen, beispielsweise über Eigenschaften wie Differenziertheit, Einfühlungsvermögen, Intuition, Reflexionsfähigkeit, Feinfühligkeit, Kreativität…

Oft ist es ihnen jedoch nicht möglich, dieses Potenzial vollumfänglich in ihr Leben zu integrieren, weil sie zum Beispiel häufig damit beschäftigt sind, sich vor Reizen zu schützen oder sich an die „normalsensible“ Mehrheit anzupassen.

Hochsensibilität

Manchmal fragen Sie sich warum sie in manchen Dingen so anders sind als die Anderen. Gerne würden Sie weniger bemerken und wahrnehmen so wie die anderen Menschen in ihrer Umgebung. Gerne wären Sie weniger empathisch und könnten sich dafür mehr durchsetzen. Gerne wären Sie weniger schüchtern und stärker im Zeigen Ihrer Gefühle.

Sie nehmen in kurzer Zeit unheimlich viele Informationen auf und das wird immer mehr zur Belastung. Sie brauchen lange um sich von Anstrengungen zu erholen.

Sie brauchen viel Zeit für sich alleine um ihre Akkus wieder aufzuladen. Sie haben das Gefühl, dass Sie die Stimmungen, die Gedanken und die Gefühle anderer Menschen erspüren können. Sie riechen intensiv und Sie riechen Dinge, die andere erst riechen, wenn Sie sie darauf aufmerksam machen. Sie nehmen Dinge wahr, die andere ausblenden. Sie strengt es an unter vielen Menschen zu sein, wie auch in Kaufhäusern einzukaufen. Sie lieben die Natur. Sie lieben die Ruhe.

Sie haben hohe moralische und ethische Ansprüche. Sie setzen sich intensiv und mehr mit dem was in der Welt geschieht auseinander und hinterfragen die Dinge, die Sie erfahren. Sie fragen sich mehr als andere nach dem Sinn des Lebens und Sie sind spirituell sehr interessiert. Dies alles könnten Hinweise darauf sein, dass Sie eine Hochsensible Person sind.

Hochsensitivität

Im Gegensatz zum englischsprachigen Raum werden im deutschsprachigen Raum die Begriffe Hochsensibilität und Hochsensitivität inzwischen differenziert. Hierzu gibt es bis jetzt aber keine wissenschaftlich anerkannten Abgrenzungskriterien.

Der Hochsensitivität werden ein „sechster“ oder „siebter“ Sinn zugeschrieben. Hochsensitive Menschen sind danach das, was man „hellhörig“, „hellsichtig“ oder „hellfühlig“ nennt. Sie sind extrem empathisch, manchmal regelrecht medial. Sie haben Ahnungen, Visionen oder andere Empfindungen aus der „nicht-alltäglichen Wirklichkeit“. Für Hochsensitive ist es selbstverständlich, dass es Energien außerhalb unserer alltäglichen Wahrnehmung gibt, denn sie nehmen sie direkt wahr. Manche Menschen haben diese Fähigkeiten schon seit frühester Kindheit. Bei anderen entwickeln sie sich erst im Erwachsenenalter. Hochsensitivität und Hochsensibilität treten oft gemeinsam auf, aber nicht immer.

Es gibt Hochsensible ohne ausgeprägte Empathie oder nicht-alltäglichen Wahrnehmungen, und es gibt Hochsensitive, deren alltägliche Sinne durchschnittlich ausgeprägt sind. Hochsensitive haben oft das Problem, dass sie über ihre Wahrnehmungen nur mit wenigen Menschen reden können. Sie müssen lernen, dass sie nicht „verrückt“ sind und wie sie ihre Fähigkeiten als Gabe nutzen können. Manchmal müssen sie auch lernen, zwischen alltäglichen und nicht-alltäglichen Wahrnehmungen zu unterscheiden.

Eine Abgrenzung zwischen Hochsensibilität und Hochsensitivität kann gegebenenfalls von Vorteil sein, um einen besseren Umgang mit den jeweiligen Hochbegabungen zu erlangen. Beide Begabungen können zusammen auftreten aber bedingen sich nicht gegenseitig.

Die Gabe der Hochsensibilität

Die Umwelt mit all ihren verschiedenen Reizen sowie die eigenen Empfindungen sehr intensiv wahrnehmen zu können, ist eine außergewöhnliche Gabe. Es ist etwas Besonderes, sensibel zu sein. Aufgrund fehlender bzw. spezieller Wahrnehmungsfilter haben hochsensible Menschen „mehr“ vom Leben. Zugleich ist es so, dass diese besondere Gabe nicht immer in den hektischen und lauten Alltag passt. Selbst weniger sensible Menschen werden oftmals einer übergroßen Menge von Reizen ausgesetzt, die eine angemessene Verarbeitung all der Eindrücke erschwert. „Reizüberflutung“ ist vermutlich fast allen Menschen ein Begriff. Hier können beispielhaft Stress auf der Arbeit, im Straßenverkehr oder die Herausforderungen einer permanenten medialen Berieselung durch unzählige Bildschirme um uns herum eine Rolle spielen. All das kostet Kraft, Energie und zehrt an der inneren Ruhe und Ausgeglichenheit.

Bei hochsensiblen Menschen können die intensivere Reizwahrnehmung und -verarbeitung dazu führen, dass besonders belastende Situationen von ihnen gemieden werden. Dies hat möglicherweise Einfluss auf das soziale Umfeld und kann zu introvertiertem, schüchtern wirkendem Verhalten führen oder in Ängsten münden. Der Verwirklichung dieser negativen Folgen können sie jedoch begegnen. Vieles hängt von den Bewältigungsstrategien des sensiblen Menschen ab. Oftmals gelingt es über die Jahre, einen Umgang mit den energieraubenden und belastenden Situationen des Alltags zu finden, ohne sich dabei aus dem gesellschaftlichen Leben zurückzuziehen. Einige HSP berichten davon, dass es ihnen geglückt ist, aus ihrer vermeintlichen Schwäche eine Stärke zu machen. Ihre Sensibilität zeichnet sie aus. Hochsensibilität bietet jedenfalls die Chance, als besonders empathischer Gesprächspartner beruflich und privat geschätzt zu werden.

Was ist Hochsensibilität?

Der Begriff Hochsensibilität beschreibt keine Krankheit, sondern einen Wesenszug (vgl. Temperamentenlehre). In den letzten Jahren hat sich hierfür der Begriff HSP auch im deutschen Sprachraum eingebürgert. Das Kürzel „HSP“ („Highly Sensitive Person“) wurde in den 90-er Jahren des vergangenen Jahrhunderts von der US-amerikanischen Psychologin Dr. Elaine Aron geprägt, von anderen Psychologen, Therapeuten und Soziologen aufgegriffen und fand inzwischen auch Eingang in die deutsche Sprache (als Kürzel für „Hochsensible Person“). Hochsensible Menschen nehmen Reize stärker wahr als der Durchschnitt der Bevölkerung und verarbeiten sie in besonderer Weise. Hochsensibilität kann sich auf alle Sinne beziehen. Neben intensiverem, ungefiltertem Hören, Sehen, Riechen, Schmecken oder taktilem Erleben ist oft auch die stärkere Ausprägung beim Empfang von Stimmungen möglich. Auch die eigenen Empfindungen hochsensibler Menschen sind manchmal in besonderer Weise ausgebildet. Dies kann etwa das Erleben von Liebe und Trauer sowie Kunst oder Musik betreffen. Zudem beschreiben Hochsensible Personen etwa einen überdurchschnittlichen Sinn für Gerechtigkeit, ein hohes Bedürfnis nach Harmonie oder eine besondere Schmerzempfindlichkeit.

Arten der Hochsensibilität

Hochsensible haben zwar Gemeinsamkeiten, sind jedoch in vieler Hinsicht sehr verschieden, auch bezüglich ihrer Sensitivität. Hochsensible Menschen erkennen einander oft nicht, weil ihre hohe Sensibilität in verschiedenen Bereichen gelagert sein kann:

  • Sensorisch sensible Menschen haben besonders feine Sinneswahrnehmungen: Geräusche, Gerüche, Licht und Farben wirken auf sie besonders stark. Oft haben sie in diesen Bereichen eine Begabung: musisch, künstlerisch, ästhetisch.
    Eventuelle Nachteile: oft besonders lärmempfindlich, leicht irritiert.
  • Emotional sensible Menschen nehmen besonders Feinheiten in zwischenmenschlichen Bereichen auf, sind mitfühlend, hilfsbereit, empathisch, oft besonders genaue Zuhörer mit starker Intuition. Herausforderungen: fühlen sich oft überfordert von der Last all dessen, was sie wahrnehmen.
  • Kognitiv sensible Menschen haben ein starkes ‚Gefühl‘ für Logik, für ‚Wahr oder Falsch‘, und denken in sehr komplexen Zusammenhängen. Haben oft besondere Begabungen auf wissenschaftlichem oder technischem Gebiet.
    Probleme können sich ergeben, wenn das komplexe Denken die Kommunikation im Alltag behindert.

Weitere Schwerpunktthemen

Erschöpfung / Burnout / Stress

Sie sind oft müde. Sie sind angespannt und leicht reizbar und alles scheint Ihnen schwer zu fallen und anstrengend zu sein. Sie können Ihre Aufgaben kaum noch bewältigen und fühlen sich mehr und mehr überfordert. Sie haben auf der Arbeit manchmal das Gefühl auf einem anderen Planeten zu sein. Nach dem Schlafen gibt es kaum noch Erholung und auch die Freizeit und der Urlaub ist mehr anstrengend als erholsam…

Depression

Sie fühlen sich verzweifelt, hilflos, einsam, verlassen, hoffnungslos, niedergeschlagen, energielos? Sie sagen sich: Ich schaffe das alles nie. Mir wird alles schnell zu viel. Angst und das Gefühl den Boden unter den Füßen zu verlieren und in ein tiefes schwarzes Loch zu fallen fungieren bei Ihnen lebensbestimmend und als Energiefresser. Morgens kommen Sie nur noch mit Mühe aus dem Bett und der Tag scheint nichts Gutes zu bringen…

Umgang mit Trauer

Nach dem Verlust eines liebgewonnenen Menschen ernten Sie Unverständnis von Ihren Mitmenschen für Ihre Trauer und Ihren Schmerz. Sie haben das Gefühl immer wieder in Ihrer Trauer zu versinken und Angst von dort nicht mehr herauszufinden. Sie suchen jemanden, dem Sie sich anvertrauen oder mitteilen können…

Belastende Lebenssituationen

Ungewollt einschneidende Lebensveränderungen, Krankheit, Liebeskummer, Schwierigkeiten im beruflichen Umfeld, Neuorientierung im Leben, Wohnortwechsel, Berufswechsel oder Veränderungen am Arbeitsplatz, Scheidungs- und Trennungsbewältigung, Konflikte in Beziehungen, Kinderwunsch, Heirat, Rente, das Älter werden…

Psychosomatik

Körperliche Beschwerden und Erkrankungen, bei denen keine körperliche Ursache gefunden wurde z.B. Unverträglichkeiten, Magen- Darm- Beschwerden, Allergien, Neurodermitis, Asthma, Migräne, Schwindel, Infektanfälligkeiten, Muskel- und Gelenkschmerzen, Nacken- und Rückenschmerzen, Restless- Legs- Syndrom (ruhelose Beine), Tinnitus…

Coaching von Kindern und Jugendlichen

Die Schule macht keinen Spaß mehr. Hausaufgaben und Lernen sind ein Greul. Ihr Kind reagiert gereizt oder aggressiv auf sie. Sie haben das Gefühl Ihr Kind nicht mehr erreichen zu können. Sie machen sich große Sorgen um Ihr Kind und um seine Zukunft…

Individuelle Themen…

Heilpraktiker Psychotherapie München - Hochsensibilität und Hochsensitivität - Jörg Mösenthin Heilpraktiker für Psychotherapie - Hochsensibilität ist eine Gabe und die Welt braucht Menschen mit feiner Wahrnehmung

Hochsensibilität ist eine Gabe und die Welt braucht Menschen mit feiner Wahrnehmung